Kapitel 26
„Being pregnant comes with a lot, a lot of emotions you never realized you had.” - Unbekannt
Dt. Übersetzung: „Schwanger zu sein kommt mit sehr, sehr vielen Emotionen, welche du bis jetzt bei dir niemals realisiert hattest.“
„…Deshalb werden in den folgenden Tagen weitere Punkte an sie weitergegeben werden und Sie werden Einladungen erhalten, um entweder mit Isabella oder mir zu reden, Ihre Fragen zu stellen und Isabella bei ihren sportlichen Routinen – wir wollen zeigen, dass wir selbst sportlich aktiv und gesund leben – begleiten. Wir versuchen Sie nach und nach einzubinden und hoffen auf Ihre Unterstützung. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Zeit, ich wünsche Ihnen einen schönen verbleibenden Nachmittag.“ Mirandas Gesicht strahlte mir von dem Fernseher in meinem Büro entgegen. Ich legte meine Füße auf meinen Tisch und lehnte mich im Sessel zurück. Mit meiner linken Hand fuhr ich mir nachdenklich über mein Kinn.
„Jane, was denken Sie zu der heutigen Ankündigung unserer First Lady?“, fragte der Moderator des Fernsehsenders.
„Nun, ich muss sagen, Misses Oregon hat in den letzten Jahren sichtlich gelernt mit den Medien umzugehen, diese für ihre Zwecke zu nutzen und das merkt man. Die neue Idee die Erwachsenen einzubinden ist nicht neuartig, aber schon an der Zeit umgesetzt zu werden. Jedoch habe ich ein paar Bedenken dabei, denn Misses Cullen ist relativ jung und wir wissen nicht, wie sie das alles handhaben möchte, auch wenn ihr derzeit die First Lady zur Seite steht, schließlich ist ihr Mann mitten im Wahlkampf, dann hat sie das Projekt auf den Jungferninseln und nun noch diese Kampagne.“
„Abgesehen davon, wie finden Sie die Einplanung der Erwachsenen?“
„Sie haben einen guten Fortschritt bei den Kindern gemacht, die Zahl der Übergewichtigen ist in der Altersgruppe zurückgegangen und das zeigt klar, dass es funktioniert, vor allem der Einsatz der First Lady ist bewundernswert, umso schwerer wird es wohl für Misses Cullen werden dabei mitzuhalten. Die Zeit wird jedenfalls sehen, ob die beiden es schaffen werden.“
Die Tür zu meinem Büro wurde geöffnet und ich wandte meine Aufmerksamkeit von der Giftschlange Jane Seymour, die Bella die ganze Zeit versuchte schlecht dastehen zu lassen und immer von Thema abkam, ab, hin zu Tanya, die im Türrahmen stand.
„Der Fotograf wäre nun da“, setzte sie mich in Kenntnis und ich nickte ihr zu. In den letzten Wochen hatte ich ein ganzes Team auf die Suche nach dem Paparazzo geschickt, der die Bilder von Bella in den Flitterwochen gemacht hatte. Man hatte einiger meiner Gefallen einfordern müssen und etwas Geld war geflossen, aber das hatte mir nichts ausgemacht, denn ich wollte diesen Mann zwischen meine Finger bekommen. Außerdem war es immer gut in verschiedenen Magazinen Maulwürfe sitzen zu haben, oder Leute, die schnell viel Geld brauchten. Als das nächste Mal die Tür geöffnet wurde, trat ein kleiner pummeliger Mann mit Glatze in das Büro ein und sah sich nervös um. Ich deutete ihm auf dem Stuhl gegenüber von mir Platz zu nehmen. Meine Füße hatte ich inzwischen von meinem Schreibtisch genommen und in meiner Hand hielt ich ein Blatt Papier mit all seinen Daten.
„David Gonzales, geboren am 25. Oktober 1970 in New Mexico und seit 2007 Staatsbürger der USA. Wohnhaft in Los Angeles, Kalifornien, ledig und keine Kinder. Jährliches Einkommen von 50.000 US-Dollar. Sagen Sie es mir bitte, wenn ich falsch liege“, sagte ich neutral und betrachtete den Mann. Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet und seine Oberlippe mitsamt dem kleinen Bärtchen zuckte leicht.
„Was wollen Sie von mir, Senator?“, quiekte er und musste sich räuspern, da ihm vor lauter Angst, die Stimme weggeblieben war. Kein Wunder, wenn Emmett und Santiago direkt hinter ihm standen.
„Das ist ganz einfach, Mister Gonzales“, ich lehnte mich weiter nach vorne und sah dem Mann direkt in die Augen, „sagen Sie mir, wer Ihnen den Auftrag für diese Fotos gegeben hat. Kein Paparazzo geht so ein Risiko freiwillig ein, außer es ist viel Geld im Spiel. Nun?“ Ich hob meine Augenbraue an und musterte ihn kritisch.
„Ich weiß nicht wovon Sie reden. Es ist meine Arbeit kompromittierende Bilder zu schießen, denn die bringen das meiste Geld.“ Gestresst blickte er im Raum herum.
„Weshalb glaube ich Ihnen das nicht, Mister Gonzales?“ Ich lehnte mich wieder in meinem Sessel zurück und verschränkte schließlich meine Arme vor der Brust.
„K-Keine A-Ahnung“, stotterte er nun und wollte aufstehen, doch Emmett drückte ihn sofort wieder in den Stuhl.
„Sitzen bleiben, der Senator ist noch nicht fertig mit Ihnen“, meinte Emmett streng und nickte mir schließlich zu.
„Nun, wir beide wissen wovon ich rede. Wie Sie schon vorhin bemerken konnten, kenne ich Ihre Daten, daher war es auch nicht schwer für meine Leute auf Ihre Transaktionen zugreifen zu können-“, begann ich, wurde von ihm unterbrochen, „Das ist ein Verstoß gegen meine Rechte“, doch ich überhörte ihn, „Wo, war ich? Ah ja, genau, ich habe Einblick in Ihr Konto erhalten und siehe da, drei Tage bevor Sie die Bilder meiner Frau und mir geschossen haben, wurde Ihnen eine hübsche Summe von einem Schweizer Nummernkonto überwiesen. Von jenem wurden Ihre Flugtickets und alle anderen Ausgaben beglichen. Wer war es?“
„Ich weiß es wirklich nicht“, versuchte er sich herauszureden. Ich schnaufte verächtlich, bevor ich aufstand und zu einem Schrank neben der Tür ging, um mir ein Glas Scotch einzuschenken. Danach setzte ich mich wieder hin und schwenkte die Flüssigkeit leicht hin und her.
„Wissen Sie, Gonzales, ich kann Sie schon verstehen. Viele Schulden, neue Ausrüstung um mit den anderen mitzuhalten und gute Bilder zu liefern und nicht zu vergessen, sparen Sie auf ein neues Auto, nicht wahr? Nur ist das alles teuer und die Überziehungszinsen auf Ihrem Konto waren auch nicht gering. Daher kommt so ein Job doch relativ gelegen. Die Schulden werden beglichen und man hat noch was übrig für eine neue Kamera. Sicherlich haben Sie auch noch Geld von dem Magazin selbst für die Bilder bekommen und sich so Ihr neues Auto leisten können, wie schnell das doch auf einmal geht.“ Ertappt senkte er den Kopf. „Nun, Mister Gonzales, ich hätte einen Deal für Sie“, erleichtert blickte er auf, „Sie sagen mir, wer Sie beauftragt hat, dafür bekomme ich die Memory-Card Ihrer Kamera und Sie haben von mir nichts mehr zu befürchten.“
„Das ist zu wenig, wenn ich es Ihnen sage, dann weiß es jeder und ich bin im Arsch“, gab er zu. Oh, er wollte spielen, aber ich hatte dazu keine Lust, wichtigere Dinge standen im Vordergrund.
„Und die drei-fache Summe des Auftragsgebers schon morgen auf Ihrem Konto. Das sollte wohl reichen.“ Ernst blickte ich ihn an und merkte, wie er immer mehr zu zittern begann.
„Weshalb ist Ihnen das überhaupt so wichtig?“
„Mister Gonzales, das hat Sie in keiner Weise zu interessieren. Sagen Sie mir wer Sie beauftragt hat und Sie können hier mit etwas mehr Geld auf Ihrem Konto aus dem Büro spazieren. Nun?“ Er schien kurz zu überlegen.
„Wenn, dann möchte ich es vertraglich geregelt haben.“
„Sicherlich, wie Sie wünschen, solange ich die Karte und den Namen bekomme, haben Sie auch das Geld.“ Wie hatte man mir schon einmal gesagt: ‚Jeder Mensch ist käuflich wenn die Summe stimmt.‘ und das traf hier eindeutig zu. Mit einer Handbewegung gab ich Emmett zu verstehen, dass er Marcus, meinen Anwalt holen sollte, damit dieser einen Vertrag aufsetzen sollte.
Es hatte nicht lange gedauert, bis alles fertig geschrieben war und ich setzte meine Unterschrift, nach sorgfältigen Durchlesen – der Vertrag verbot Gonzales weitere Bilder von Bella und mir zu verkaufen und alle Duplikate zu löschen – auf das Blatt Papier und schob es schließlich zu dem Paparazzo. Jener unterschrieb es ebenfalls nachdem er es gelesen hatte.
„Nun?“, fragte ich ihn und wartete geduldig auf seine Antwort. Zaghaft legte er den Chip hin und Emmett überprüfte sofort dessen Inhalt. Als er mir zunickte, blickte ich den Fotograf wieder an.
„Jacob Black“ kam es ihm leise über seine Lippen. Ich hatte diese Ahnung gehabt und wurde hiermit bestätigt. Mit einer Handbewegung deutete ich ihm, dass er nun gehen könne und lehnte mich danach im Sessel wieder zurück. Mit meinen Händen rieb ich mir müde über das Gesicht und seufzte.
„Und?“, fragte Tanya, die wieder im Türrahmen stand.
„Black, als hätte ich es gewusst. Dieser Arsch.“
„Viel hat es ihm nicht gebracht, eher im Gegenteil: Viele wollen jetzt genau die gleichen Flitterwochen verbringen wie ihr sie verbracht habt.“ Trocken lachte ich auf, denn das brachte mir nichts.
„Ernsthaft? Da wäre es mir lieber, wenn das nicht passiert wäre und meine Werte nicht so rosig aussehen. Denn es war ein wunderschöner intimer Moment und den möchte ich nicht mit der ganzen Welt teilen. Die ganzen zwei Wochen waren so anders und jetzt braucht es wieder seine Zeit bis Bella und ich uns wieder so vertrauensvoll nahe kommen können.“
„Sieh es doch als Fortschritt an, dass ihr euch vor ein paar Tagen ausgesprochen habt und sie dich nicht mehr aus dem Haus werfen möchte, sondern dass ihr zusammen in einem Bett schlaft, wenn es möglich ist.“
„Das ist kein schlafen für mich, das ist pure Folter!“ Verwirrt sah mich meine Schwester an, doch ich schüttelte nur den Kopf. So etwas brauchte sie nicht zu wissen. Kopfschüttelnd ging sie aus dem Raum, drehte sich aber kurz um: „Edward, vergiss nicht, bald sind die drei Debatten und du solltest dich wirklich vorbereiten!“ Ich nickte ihr zu und dachte dann an die letzten Nächte zurück.
Nicht nur, dass Bella im Schlaf redete, nein, sie hatte auch sehr – wie sollte ich sagen – phantasievolle Träume. Jede Nacht schlief sie neben mir ein, legte sich dann auf mich und stöhnte und rekelte sich auf mir herum. Da war nie wirklich an Schlaf zu denken. Vor allem, wenn sie „Oh, ja, Edward“ keuchte, oder ein „Hmmmmm“ hervorstieß und ihr Becken gegen meines drückte, konnte ich es vergessen. Es war eine Selbstkasteiung mit ihr im Bett zu schlafen, denn die Schwangerschaftshormone machten sie zu einer regelrechten Schmusekatze. Nicht dass ich etwas dagegen hätte, nein, auf keinen Fall, aber wäre sie dabei nur wach, wäre es um so vieles leichter. In den letzten Tagen sprang sie mich entweder an, verfluchte oder ignorierte mich und wenn ich einen ihrer Meinung dummen Kommentar machte, dann flippte sie halb aus und begann heftig zu weinen. Jedoch machte mir das weniger aus, als wenn sie wieder einmal über dem Mülleimer oder der Toilettenschüssel hing und alles erbrach. Gott sei Dank war das zurückgegangen und nun sprach sie auch auf das Vitamin B an, sonst hätte ich nicht gewusst, was ich tun sollte.
Jeden Tag freute mich sogar schon nachhause zu kommen und entweder Bella anzutreffen oder auf sie zu warten, damit wir gemeinsam kochen konnten und danach etwas unsere verdiente Zweisamkeit zu genießen, denn so oft kam es nicht vor, dass sie und ich die gleichen Termine hatten. Und wenn, dann genoss ich diese in vollen Zügen. Die Schwangerschaft schien Bella auch gut zu bekommen, denn ihre Brüste – ich war schließlich auch nur ein Mann – waren größer geworden, ihre Haut rötete sich schneller, sie hatte einen gesünderen Teint und obwohl sie viel erbrochen hatte, sah es schon fast so aus, als hätte sie an Gewicht zugenommen, vielleicht lag es auch daran, dass ich ihr immer wieder etwas vor die Nase setzte, sodass sie aß, denn sonst würde sie vermutlich das auch vergessen. Alles in allem war ich Fan dieser Zeit, außer den Nächten, aber vielleicht konnte ich daran noch etwas ändern.
Aber nun musste ich mich wieder fassen und mich vorbereiten, denn in vier Tagen würden Black und ich aufeinandertreffen, um unsere erste Diskussionsrunde abzuhalten und ich wollte ihn fertig machen, ihn zerlegen und den US-Bürgern zeigen, dass er unfähig war, ein Land dieser Größe und Chancen zu führen.
Meinen Kopf in den Nacken legend seufzte ich auf, als ich endlich mit meinen Vorbereitungen zu Ende war. Dass so etwas so lange dauern konnte, war mir unbegreiflich, vielleicht lag es auch daran, dass ich immer wieder an Bella denken musste. Wie sie stets friedlich aussah, wenn sie schlief, die leisen Töne dabei von sich gab, oder – Jäh wurde ich durch ein Klopfen an der Tür in meinen Gedanken unterbrochen.
„Herein“, rief ich und das Holz wurde ein Stück aufgemacht und Bella steckte ihren Kopf hindurch.
„Störe ich?“ Sie war unsicher und sah sich im Raum um.
„Nein, nein. Komm herein. Ich wollte gerade meine Sachen zusammensuchen und dann nachhause fahren. Und was verschafft mir die Ehre, dass du mich hier besuchen kommst?“ Ich legte meinen Aktenkoffer auf den Tisch und deutete ihr zu mir zu kommen. Sie stellte sich neben mich und küsste meine Wange, bevor Bella mir beim Einsammeln half.
„Ich war gerade in der Nähe“, sagte sie leise und ich drehte mich mit zusammengezogenen Augenbrauen zu ihr, „deshalb bin ich hier.“
„Wie war es bei Miranda?“ Die letzten Blätter verstaute ich in der Tasche, verschloss sie sorgfältig und stellte sie wieder am Tisch ab. Danach legte ich meine Hände auf ihre Hüften und zog sie zu mir, sodass ich an der Schreibtischkante lehnte und sie in meinen Armen hielt. Ihren Kopf legte sie auf meiner Brust ab und vergrub ihre Nase in meinem Hemd.
„Bekommst du so überhaupt Luft?“, lachte ich und küsste ihren Haaransatz.
„Sei leise und halt mich lieber. Denn ich überlege gerade wie ich am besten diese Hexe Seymour mundtot mache.“ Sie legte ihr Kinn auf meiner Brust ab und sah mich frustriert an.
„Diese Frau versucht mich mit allen Mitteln schlecht zu machen und ihren dummen Kommentaren.“
„Damit musst du lernen umzugehen. Höre nicht auf sie und ignoriere sie, das ist das beste Mittel. Vor allem versucht sie dich aus der Reserve zu locken, wenn du sie nicht beachtest, muss sie sich ein neues Ziel suchen, das sich schneller beeinflussen lässt. Aber lass uns nicht über diesen Giftzwerg reden, sondern über deinen Besuch bei Miranda. Hat sie dir Tipps geben können?“ Sie löste sich von mir, nahm meine Tasche und zog mich dann an meiner Hand aus dem Büro. Kopfschüttelnd folgte ich ihr durch die Büroräume. Tanya lächelte mich an und Jasper verdrehte nur seine Augen.
„Wir haben über den Besuch bei den Pfadfindern geredet, über die Olympischen Spiele und meiner Patenschaft der Schule auf den Jungferninseln“, meinte sie knapp und steuerte den wartenden S.U.V. an.
Schnell war sie darin verschwunden und kaum war die Tür geschlossen, schlang sie ihre Arme um meinen Nacken und küsste mich leidenschaftlich. Überrumpelt verharrte ich kurz, bevor ich den Kuss erwiderte.
„Ich hab dich so vermisst“, sagte sie schnell und küsste mein Kinn, danach meinen Hals und schließlich nahm sie das Ohrläppchen zwischen ihre Zähne und zog leicht daran.
„Bella, du solltest dich anschnallen“, war mein Versuch meine Fassung zu bewahren und ihr nicht gleich die Kleider vom Leib zu reißen, denn ich wusste nicht, ob Sex gut für das Kind war.
„Scheiß auf das Anschnallen, ich will dich hier und jetzt und sofort“, keuchte sie und machte die Knöpfe meines Hemds auf. Ich schloss die Augen und versuchte an einen ruhigen Strand zu denken und die Finger meiner Frau auf meiner Brust zu vergessen. Zaghaft packte ich sie an den Schulter und drückte sie von mir weg.
„Hör mir zu. Nicht hier und nicht jetzt“, sagte ich vielleicht etwas zu schroffen, denn sofort stiegen ihr Tränen in die Augen und sie begann fürchterlich zu weinen.
„Ich weiß, dass dein Hormonhaushalt verrückt spielt, aber das ist nicht der richtige Ort.“ War mein nächster Versuch sie nun beruhigen. Ich zog sie zu mir und streichelte ihr über das Haar, küsste ihre Stirn und tat mein Bestes um sie zu trösten.
„Warum stößt du mich von dir. Ich dachte, dass wir alles in den letzten Tagen geklärt hatten, dass ich dir gesagt hatte, dass es mir leid tut. Nimmst du es mir immer noch übel? Willst du deshalb nicht mit mir schlafen?“, weinte sie und nun verwünschte ich die Schwangerschaft. Am liebsten wäre ich über sie hergefallen, aber ich wusste nicht, ob Sex gut war… Vielleicht sollte ich Dad anrufen, sinnierte ich. Ich legte meinen Daumen unter ihr Kinn und hob es hoch, sodass sie mich ansehen musste.
„Bella, ich nehme es dir nicht mehr krumm, wie oft soll ich es dir noch sagen? Und ich stoße dich nicht von mir, nur machst du es mir ziemlich schwer nicht über dich herzufallen und ich möchte mit Sicherheit nicht hier in dem Auto mit dir schlafen, wenn unser Fahrer jede paar Sekunden einen Blick in den Rückspiegel wirft. Was würdest du davon halten, dass ich uns etwas koche, wenn wir zu Hause sind und wir uns danach einen Film ansehen?“ Die Tränen verebbten und sie sah mich nun strahlend an.
„Das wäre eine wunderbare Idee!“ Und schon wieder landeten ihre Lippen auf meinen und dieses Mal fuhr sie mit ihren Händen durch mein Haar und krallte sich daran fest, während sie sich auf meine Beine setzte.
„Bella, aber dafür musst du dich auf deinen Platz setzen und dich anschnallen, denn es dauert noch etwas, bis wir zu Hause sind.“ Trotzig rutschte sie zum Fenster und schnallte sich an. Danach verschränkte sie ihre Arme vor der Brust und blickte finster aus dem Fenster. Gott, die Frau würde mich in den nächsten Wochen in den Wahnsinn treiben mit ihren Gefühlsumschwüngen!
Eine gute Viertelstunde später hielten wir vor unserem Haus und ich stieg mit Bella aus. Sobald ich neben ihr war, schlang ich einen Arm um ihre Taille und so gingen wir hinauf zu Haustür, wo zwei Männer des Secret Service standen, denn in den letzten Wochen war die Anzahl der Drohbriefe drastisch gestiegen und ich hatte beim Präsidenten um weitere Unterstützung ersucht, die er mir gewährt hatte. Die beiden Männer nickten mir zu und ich schloss die Tür auf. Bella bekam den Vortritt und automatisch sah ich auf ihren Po, der durch das Kleid zur Geltung gebracht wurde. Nachdem ich die Tür geschlossen hatte, drückte sie mich schon gegen die Wand und begann erneut mein Hemd aufzuknöpfen. Schnell nahm ich ihre Hände und sah sie an.
„Das Baby, ich kann nicht-“, begann ich, wurde aber von Bella unterbrochen, „Ernsthaft? Etwas Sex hat noch keinem Baby geschadet, außerdem wenn ich glücklich bin, dann ist das Baby auch glücklich und damit machst du uns glücklich.“ Mit diesem Satz wurde mir der ganze Wind aus den Segeln meines Widerstandes genommen und ich drehte uns um, sodass ich sie sanft gegen die Wand pressen konnte. Ihre Beine schlang sie automatisch um meine Hüfte und drückte ihr Becken gegen meines, wo meine Erektion den Stoff meiner Hose spannte. Unisono stöhnten wir auf.
„Schlaf mit mir, Edward“, hauchte sie und biss mich leicht in den Hals. Um Gottes Willen. So schnell ich konnte, trug ich sie in unser Schlafzimmer hinauf und begann sie stürmisch zu küssen.
„Mmmmmm, das tut gut!“, meinte Bella, als ich mit meinen Fingerspitzen auf ihrem Rücken Kreise zog.
„Nicht aufhören!“ Der Protest kam sogleich, als ich damit aufhörte. Sobald ich wieder meiner Tätigkeit nachkam, begann sie zu schnurren und schmiegte sich noch enger an mich. Lächelnd blickte ich zu ihr hinab. Ihren Kopf hatte sie auf meine linke Schulter gelegt und ihr linkes Bein über meine Hüfte, sodass ich nicht aufstehen konnte.
„Kann ich dich als Masseur einstellen?“, fragte sie mich, als es ihr zu still wurde. In den letzten Tagen hatte ich herausgefunden, dass sie es nicht mochte, wenn niemand sprach. Den Grund, weshalb das so war, hatte ich noch nicht herausgefunden.
„Nein, tut mir leid, kannst du nicht.“
„Schade…Darf ich dich etwas fragen?“
„Sicher doch. Du kannst mich über alles ausfragen und ich werde dir eine ehrliche Antwort geben.“
„Denkst du, dass der Giftzwerg recht hat? Also damit, dass ich das alles nicht unter einen Hut bekomme und mir zu viel zumute, vor allem, da ich schwanger bin?“
„Ich denke, dass das die Zeit zeigen wird, aber ich bin der festen Überzeugung, dass du das schaffen wirst. Miranda steht dir zur Seite, falls du weitere Hilfe brauchst, ist Mum sicher auch für dich da und Tanya und Angela werden ebenfalls ihr Bestes geben, um dich zu unterstützen. Vielleicht wirst du im Laufe der nächsten Wochen und Monaten etwas kürzer treten müssen, was aber nicht heißt, dass du nicht arbeiten darfst. Es ist toll, wie du dich für alles einsetzt und dich um die Bereiche kümmerst, die wichtig sind und wo du als Vorbild fungieren kannst und mich in die schwierigeren Regionen schickst. Jedoch bin ich mir bei dem Sportprogramm nicht ganz so sicher…“ Bella hob ihren Kopf und sah mich fragend an. Vorsichtig strich ich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr, bevor ich fortfuhr.
„Nun ja, Sport in allen Ehren, aber wäre es nicht besser zuerst die Ernährung umzustellen. Den Menschen zu lernen, dass zu viele Kohlenhydrate und Fette schlecht sind und langsam mit Sport beginnen, wenn ein paar Kilos gepurzelt sind? Das war meine Überlegung.“
„Du meinst, ich sollte lieber den Leuten das Kochen beibringen als ihnen zeigen, dass Sport auch Spaß machen kann?“ Sie zog eine Augenbraue in die Höhe, was bei Bella bedeutete, dass sie mit meinem Vorschlag nicht einverstanden war. Der kleine Sturkopf.
„Nein, nur dass es vielleicht anfangs besser wäre zu zeigen, dass man schon mit der Umstellung der Ernährung – zum Beispiel die süßen Getränke weglassen – etliches erreichen kann.“
„Ah ja…“, meinte sie und löste ihre Umklammerung und legte sich neben mich ohne Hautkontakt zu haben. Die Decke zog sie hoch, dass mir der Anblick ihres nackten Körpers verwehrt blieb. Was hatte ich mir da schon wieder eingebrockt. Ich drehte mich auf die Seite, und stützte meinen Kopf mit einer Hand ab.
„Das hast du jetzt wieder falsch verstanden“, seufzte ich und wollte ihr über die Wange fahren, doch sie schlug meine Hand weg.
„Nein, ich hab nichts falsch verstanden. Unser Modell ist scheiße und gut ist es.“ Jetzt war sie eindeutig trotzig.
„Euer Plan ist nicht scheiße, nur würde ich in Erwägung ziehen zuerst über die ausgewogene Ernährung zu reden und dann etwas Sport machen. Zum Beispiel könnte man mit ein paar Familien in einer großen Küche ein Menü zubereiten, ihnen dabei zeigen, was gute Nahrungsmittel sind und was schlecht ist und danach etwas Sport machen beziehungsweise einen ausgedehnten Sparziergang. Es heißt ja nicht, dass man sofort mit einem zehn Kilometer Lauf beginnen muss, aber dafür öfters das Auto stehen lassen und kurze Wege einfach zu Fuß gehen, ist ein guter Start. “ Bella drehte ihren Kopf in meine Richtung und sah mich ein paar Sekunden an, als würde sie gerade alles überdenken.
„Und wie wäre es, wenn man in Schulen gehen würde und mit den Schülern und Eltern der Kinder einen großen Kochkurs macht?“
„Zu viele auf einmal, wenn dann nach Altersstufen gruppiert und auf freiwilliger Basis, beziehungsweise am Vormittag den Unterricht ausfallen lassen für eine Stufe und mit dieser dann das Essen für die ganze Schule kochen, sodass alle etwas davon haben. Dadurch lernen auch die Köche, wie sie gesünder Lebensmittel für die Kinder zubereiten.“ Seufzend sah sie nun auf die Raumdecke und fuhr sich durch ihr Haar.
„Ich weiß nicht so recht… Es ist so verzwickt.“
„Das ist verständlich, ihr müsst euch für eine Linie entscheiden.“ Bella setzte sich auf und lehnte sich gegen die Kopfstütze.
„Ah, das ist nur so… ich weiß auch nicht… beides ist gut… nur…“ Verzweifelt sah sie auf ihre Hände, die auf ihrem Bauch lagen. Lächelnd legte ich meinen Kopf auf ihre Beine und sah von unten hinauf zu ihr.
„Mach dir nicht so viele Gedanken, das wird schon. Ich weiß, dass du das schaffen wirst. Hab Vertrauen in dich selbst und glaub an dich, ich tue es.“ Liebevoll strich sie mir durch mein wirres Haar und lächelte mich traurig an.
„Wenigstens einer meint, dass ich das kann.“
„Nein, nicht nur ich, sondern Miranda, Esme, Tanya und viele andere sind der Meinung dass du das bewältigen wirst.“
„Ich weiß nicht…“ Schnell setzte ich mich auf, denn ihre Selbstzweifel mussten verschwinden. Denn nur aufgrund der Worte von dem kleinen Giftzwerg, sollte sie sich nicht kleiner machen als sie war.
„Bella, du bist eine starke selbstbewusste Frau, die Jane Seymour zeigen wird, dass sie mit ihren Aussagen auf dem Mars vielleicht Erfolg hat, aber hier nicht, denn wir stehen hinter dir. Und jetzt vergiss den Giftzwerg!“ Ein leises Kichern kam ihr über die Lippen. Endlich hatte ich sie zum Lachen gebracht.
„Danke“, sagte sie und küsste mich zärtlich.
„Kein Problem. Lass uns jetzt schlafen, morgen wartet auf uns ein langer Tag.“ Ich legte mich wieder auf den Rücken und zog Bella zu mir, die wieder ihren Kopf auf meiner Schulter platzierte und ihren Fuß um meine Hüfte schlang. Gähnend schloss ich meine Augen und war kurz davor einzuschlafen, als ich Bellas leise: „Edward“ hörte.
„Ja?“
„Vergiss morgen den Termin nicht.“
„Welchen?“
„Ultraschall“, stöhnte sie genervt und wollte sich von mir wegbewegen, doch ich hielt sie fest.
„Wie könnte ich den vergessen. Ich würde alles stehen und liegen lassen um unser Kind live zu sehen." Dabei legte ich meine freie Hand auf ihren Bauch und küsste sie anschließend.
„Das hoffe ich auch für dich.“ Mit einem Lächeln im Gesicht schlief ich ein.
Dt. Übersetzung: „Schwanger zu sein kommt mit sehr, sehr vielen Emotionen, welche du bis jetzt bei dir niemals realisiert hattest.“
„…Deshalb werden in den folgenden Tagen weitere Punkte an sie weitergegeben werden und Sie werden Einladungen erhalten, um entweder mit Isabella oder mir zu reden, Ihre Fragen zu stellen und Isabella bei ihren sportlichen Routinen – wir wollen zeigen, dass wir selbst sportlich aktiv und gesund leben – begleiten. Wir versuchen Sie nach und nach einzubinden und hoffen auf Ihre Unterstützung. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Zeit, ich wünsche Ihnen einen schönen verbleibenden Nachmittag.“ Mirandas Gesicht strahlte mir von dem Fernseher in meinem Büro entgegen. Ich legte meine Füße auf meinen Tisch und lehnte mich im Sessel zurück. Mit meiner linken Hand fuhr ich mir nachdenklich über mein Kinn.
„Jane, was denken Sie zu der heutigen Ankündigung unserer First Lady?“, fragte der Moderator des Fernsehsenders.
„Nun, ich muss sagen, Misses Oregon hat in den letzten Jahren sichtlich gelernt mit den Medien umzugehen, diese für ihre Zwecke zu nutzen und das merkt man. Die neue Idee die Erwachsenen einzubinden ist nicht neuartig, aber schon an der Zeit umgesetzt zu werden. Jedoch habe ich ein paar Bedenken dabei, denn Misses Cullen ist relativ jung und wir wissen nicht, wie sie das alles handhaben möchte, auch wenn ihr derzeit die First Lady zur Seite steht, schließlich ist ihr Mann mitten im Wahlkampf, dann hat sie das Projekt auf den Jungferninseln und nun noch diese Kampagne.“
„Abgesehen davon, wie finden Sie die Einplanung der Erwachsenen?“
„Sie haben einen guten Fortschritt bei den Kindern gemacht, die Zahl der Übergewichtigen ist in der Altersgruppe zurückgegangen und das zeigt klar, dass es funktioniert, vor allem der Einsatz der First Lady ist bewundernswert, umso schwerer wird es wohl für Misses Cullen werden dabei mitzuhalten. Die Zeit wird jedenfalls sehen, ob die beiden es schaffen werden.“
Die Tür zu meinem Büro wurde geöffnet und ich wandte meine Aufmerksamkeit von der Giftschlange Jane Seymour, die Bella die ganze Zeit versuchte schlecht dastehen zu lassen und immer von Thema abkam, ab, hin zu Tanya, die im Türrahmen stand.
„Der Fotograf wäre nun da“, setzte sie mich in Kenntnis und ich nickte ihr zu. In den letzten Wochen hatte ich ein ganzes Team auf die Suche nach dem Paparazzo geschickt, der die Bilder von Bella in den Flitterwochen gemacht hatte. Man hatte einiger meiner Gefallen einfordern müssen und etwas Geld war geflossen, aber das hatte mir nichts ausgemacht, denn ich wollte diesen Mann zwischen meine Finger bekommen. Außerdem war es immer gut in verschiedenen Magazinen Maulwürfe sitzen zu haben, oder Leute, die schnell viel Geld brauchten. Als das nächste Mal die Tür geöffnet wurde, trat ein kleiner pummeliger Mann mit Glatze in das Büro ein und sah sich nervös um. Ich deutete ihm auf dem Stuhl gegenüber von mir Platz zu nehmen. Meine Füße hatte ich inzwischen von meinem Schreibtisch genommen und in meiner Hand hielt ich ein Blatt Papier mit all seinen Daten.
„David Gonzales, geboren am 25. Oktober 1970 in New Mexico und seit 2007 Staatsbürger der USA. Wohnhaft in Los Angeles, Kalifornien, ledig und keine Kinder. Jährliches Einkommen von 50.000 US-Dollar. Sagen Sie es mir bitte, wenn ich falsch liege“, sagte ich neutral und betrachtete den Mann. Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet und seine Oberlippe mitsamt dem kleinen Bärtchen zuckte leicht.
„Was wollen Sie von mir, Senator?“, quiekte er und musste sich räuspern, da ihm vor lauter Angst, die Stimme weggeblieben war. Kein Wunder, wenn Emmett und Santiago direkt hinter ihm standen.
„Das ist ganz einfach, Mister Gonzales“, ich lehnte mich weiter nach vorne und sah dem Mann direkt in die Augen, „sagen Sie mir, wer Ihnen den Auftrag für diese Fotos gegeben hat. Kein Paparazzo geht so ein Risiko freiwillig ein, außer es ist viel Geld im Spiel. Nun?“ Ich hob meine Augenbraue an und musterte ihn kritisch.
„Ich weiß nicht wovon Sie reden. Es ist meine Arbeit kompromittierende Bilder zu schießen, denn die bringen das meiste Geld.“ Gestresst blickte er im Raum herum.
„Weshalb glaube ich Ihnen das nicht, Mister Gonzales?“ Ich lehnte mich wieder in meinem Sessel zurück und verschränkte schließlich meine Arme vor der Brust.
„K-Keine A-Ahnung“, stotterte er nun und wollte aufstehen, doch Emmett drückte ihn sofort wieder in den Stuhl.
„Sitzen bleiben, der Senator ist noch nicht fertig mit Ihnen“, meinte Emmett streng und nickte mir schließlich zu.
„Nun, wir beide wissen wovon ich rede. Wie Sie schon vorhin bemerken konnten, kenne ich Ihre Daten, daher war es auch nicht schwer für meine Leute auf Ihre Transaktionen zugreifen zu können-“, begann ich, wurde von ihm unterbrochen, „Das ist ein Verstoß gegen meine Rechte“, doch ich überhörte ihn, „Wo, war ich? Ah ja, genau, ich habe Einblick in Ihr Konto erhalten und siehe da, drei Tage bevor Sie die Bilder meiner Frau und mir geschossen haben, wurde Ihnen eine hübsche Summe von einem Schweizer Nummernkonto überwiesen. Von jenem wurden Ihre Flugtickets und alle anderen Ausgaben beglichen. Wer war es?“
„Ich weiß es wirklich nicht“, versuchte er sich herauszureden. Ich schnaufte verächtlich, bevor ich aufstand und zu einem Schrank neben der Tür ging, um mir ein Glas Scotch einzuschenken. Danach setzte ich mich wieder hin und schwenkte die Flüssigkeit leicht hin und her.
„Wissen Sie, Gonzales, ich kann Sie schon verstehen. Viele Schulden, neue Ausrüstung um mit den anderen mitzuhalten und gute Bilder zu liefern und nicht zu vergessen, sparen Sie auf ein neues Auto, nicht wahr? Nur ist das alles teuer und die Überziehungszinsen auf Ihrem Konto waren auch nicht gering. Daher kommt so ein Job doch relativ gelegen. Die Schulden werden beglichen und man hat noch was übrig für eine neue Kamera. Sicherlich haben Sie auch noch Geld von dem Magazin selbst für die Bilder bekommen und sich so Ihr neues Auto leisten können, wie schnell das doch auf einmal geht.“ Ertappt senkte er den Kopf. „Nun, Mister Gonzales, ich hätte einen Deal für Sie“, erleichtert blickte er auf, „Sie sagen mir, wer Sie beauftragt hat, dafür bekomme ich die Memory-Card Ihrer Kamera und Sie haben von mir nichts mehr zu befürchten.“
„Das ist zu wenig, wenn ich es Ihnen sage, dann weiß es jeder und ich bin im Arsch“, gab er zu. Oh, er wollte spielen, aber ich hatte dazu keine Lust, wichtigere Dinge standen im Vordergrund.
„Und die drei-fache Summe des Auftragsgebers schon morgen auf Ihrem Konto. Das sollte wohl reichen.“ Ernst blickte ich ihn an und merkte, wie er immer mehr zu zittern begann.
„Weshalb ist Ihnen das überhaupt so wichtig?“
„Mister Gonzales, das hat Sie in keiner Weise zu interessieren. Sagen Sie mir wer Sie beauftragt hat und Sie können hier mit etwas mehr Geld auf Ihrem Konto aus dem Büro spazieren. Nun?“ Er schien kurz zu überlegen.
„Wenn, dann möchte ich es vertraglich geregelt haben.“
„Sicherlich, wie Sie wünschen, solange ich die Karte und den Namen bekomme, haben Sie auch das Geld.“ Wie hatte man mir schon einmal gesagt: ‚Jeder Mensch ist käuflich wenn die Summe stimmt.‘ und das traf hier eindeutig zu. Mit einer Handbewegung gab ich Emmett zu verstehen, dass er Marcus, meinen Anwalt holen sollte, damit dieser einen Vertrag aufsetzen sollte.
Es hatte nicht lange gedauert, bis alles fertig geschrieben war und ich setzte meine Unterschrift, nach sorgfältigen Durchlesen – der Vertrag verbot Gonzales weitere Bilder von Bella und mir zu verkaufen und alle Duplikate zu löschen – auf das Blatt Papier und schob es schließlich zu dem Paparazzo. Jener unterschrieb es ebenfalls nachdem er es gelesen hatte.
„Nun?“, fragte ich ihn und wartete geduldig auf seine Antwort. Zaghaft legte er den Chip hin und Emmett überprüfte sofort dessen Inhalt. Als er mir zunickte, blickte ich den Fotograf wieder an.
„Jacob Black“ kam es ihm leise über seine Lippen. Ich hatte diese Ahnung gehabt und wurde hiermit bestätigt. Mit einer Handbewegung deutete ich ihm, dass er nun gehen könne und lehnte mich danach im Sessel wieder zurück. Mit meinen Händen rieb ich mir müde über das Gesicht und seufzte.
„Und?“, fragte Tanya, die wieder im Türrahmen stand.
„Black, als hätte ich es gewusst. Dieser Arsch.“
„Viel hat es ihm nicht gebracht, eher im Gegenteil: Viele wollen jetzt genau die gleichen Flitterwochen verbringen wie ihr sie verbracht habt.“ Trocken lachte ich auf, denn das brachte mir nichts.
„Ernsthaft? Da wäre es mir lieber, wenn das nicht passiert wäre und meine Werte nicht so rosig aussehen. Denn es war ein wunderschöner intimer Moment und den möchte ich nicht mit der ganzen Welt teilen. Die ganzen zwei Wochen waren so anders und jetzt braucht es wieder seine Zeit bis Bella und ich uns wieder so vertrauensvoll nahe kommen können.“
„Sieh es doch als Fortschritt an, dass ihr euch vor ein paar Tagen ausgesprochen habt und sie dich nicht mehr aus dem Haus werfen möchte, sondern dass ihr zusammen in einem Bett schlaft, wenn es möglich ist.“
„Das ist kein schlafen für mich, das ist pure Folter!“ Verwirrt sah mich meine Schwester an, doch ich schüttelte nur den Kopf. So etwas brauchte sie nicht zu wissen. Kopfschüttelnd ging sie aus dem Raum, drehte sich aber kurz um: „Edward, vergiss nicht, bald sind die drei Debatten und du solltest dich wirklich vorbereiten!“ Ich nickte ihr zu und dachte dann an die letzten Nächte zurück.
Nicht nur, dass Bella im Schlaf redete, nein, sie hatte auch sehr – wie sollte ich sagen – phantasievolle Träume. Jede Nacht schlief sie neben mir ein, legte sich dann auf mich und stöhnte und rekelte sich auf mir herum. Da war nie wirklich an Schlaf zu denken. Vor allem, wenn sie „Oh, ja, Edward“ keuchte, oder ein „Hmmmmm“ hervorstieß und ihr Becken gegen meines drückte, konnte ich es vergessen. Es war eine Selbstkasteiung mit ihr im Bett zu schlafen, denn die Schwangerschaftshormone machten sie zu einer regelrechten Schmusekatze. Nicht dass ich etwas dagegen hätte, nein, auf keinen Fall, aber wäre sie dabei nur wach, wäre es um so vieles leichter. In den letzten Tagen sprang sie mich entweder an, verfluchte oder ignorierte mich und wenn ich einen ihrer Meinung dummen Kommentar machte, dann flippte sie halb aus und begann heftig zu weinen. Jedoch machte mir das weniger aus, als wenn sie wieder einmal über dem Mülleimer oder der Toilettenschüssel hing und alles erbrach. Gott sei Dank war das zurückgegangen und nun sprach sie auch auf das Vitamin B an, sonst hätte ich nicht gewusst, was ich tun sollte.
Jeden Tag freute mich sogar schon nachhause zu kommen und entweder Bella anzutreffen oder auf sie zu warten, damit wir gemeinsam kochen konnten und danach etwas unsere verdiente Zweisamkeit zu genießen, denn so oft kam es nicht vor, dass sie und ich die gleichen Termine hatten. Und wenn, dann genoss ich diese in vollen Zügen. Die Schwangerschaft schien Bella auch gut zu bekommen, denn ihre Brüste – ich war schließlich auch nur ein Mann – waren größer geworden, ihre Haut rötete sich schneller, sie hatte einen gesünderen Teint und obwohl sie viel erbrochen hatte, sah es schon fast so aus, als hätte sie an Gewicht zugenommen, vielleicht lag es auch daran, dass ich ihr immer wieder etwas vor die Nase setzte, sodass sie aß, denn sonst würde sie vermutlich das auch vergessen. Alles in allem war ich Fan dieser Zeit, außer den Nächten, aber vielleicht konnte ich daran noch etwas ändern.
Aber nun musste ich mich wieder fassen und mich vorbereiten, denn in vier Tagen würden Black und ich aufeinandertreffen, um unsere erste Diskussionsrunde abzuhalten und ich wollte ihn fertig machen, ihn zerlegen und den US-Bürgern zeigen, dass er unfähig war, ein Land dieser Größe und Chancen zu führen.
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Meinen Kopf in den Nacken legend seufzte ich auf, als ich endlich mit meinen Vorbereitungen zu Ende war. Dass so etwas so lange dauern konnte, war mir unbegreiflich, vielleicht lag es auch daran, dass ich immer wieder an Bella denken musste. Wie sie stets friedlich aussah, wenn sie schlief, die leisen Töne dabei von sich gab, oder – Jäh wurde ich durch ein Klopfen an der Tür in meinen Gedanken unterbrochen.
„Herein“, rief ich und das Holz wurde ein Stück aufgemacht und Bella steckte ihren Kopf hindurch.
„Störe ich?“ Sie war unsicher und sah sich im Raum um.
„Nein, nein. Komm herein. Ich wollte gerade meine Sachen zusammensuchen und dann nachhause fahren. Und was verschafft mir die Ehre, dass du mich hier besuchen kommst?“ Ich legte meinen Aktenkoffer auf den Tisch und deutete ihr zu mir zu kommen. Sie stellte sich neben mich und küsste meine Wange, bevor Bella mir beim Einsammeln half.
„Ich war gerade in der Nähe“, sagte sie leise und ich drehte mich mit zusammengezogenen Augenbrauen zu ihr, „deshalb bin ich hier.“
„Wie war es bei Miranda?“ Die letzten Blätter verstaute ich in der Tasche, verschloss sie sorgfältig und stellte sie wieder am Tisch ab. Danach legte ich meine Hände auf ihre Hüften und zog sie zu mir, sodass ich an der Schreibtischkante lehnte und sie in meinen Armen hielt. Ihren Kopf legte sie auf meiner Brust ab und vergrub ihre Nase in meinem Hemd.
„Bekommst du so überhaupt Luft?“, lachte ich und küsste ihren Haaransatz.
„Sei leise und halt mich lieber. Denn ich überlege gerade wie ich am besten diese Hexe Seymour mundtot mache.“ Sie legte ihr Kinn auf meiner Brust ab und sah mich frustriert an.
„Diese Frau versucht mich mit allen Mitteln schlecht zu machen und ihren dummen Kommentaren.“
„Damit musst du lernen umzugehen. Höre nicht auf sie und ignoriere sie, das ist das beste Mittel. Vor allem versucht sie dich aus der Reserve zu locken, wenn du sie nicht beachtest, muss sie sich ein neues Ziel suchen, das sich schneller beeinflussen lässt. Aber lass uns nicht über diesen Giftzwerg reden, sondern über deinen Besuch bei Miranda. Hat sie dir Tipps geben können?“ Sie löste sich von mir, nahm meine Tasche und zog mich dann an meiner Hand aus dem Büro. Kopfschüttelnd folgte ich ihr durch die Büroräume. Tanya lächelte mich an und Jasper verdrehte nur seine Augen.
„Wir haben über den Besuch bei den Pfadfindern geredet, über die Olympischen Spiele und meiner Patenschaft der Schule auf den Jungferninseln“, meinte sie knapp und steuerte den wartenden S.U.V. an.
Schnell war sie darin verschwunden und kaum war die Tür geschlossen, schlang sie ihre Arme um meinen Nacken und küsste mich leidenschaftlich. Überrumpelt verharrte ich kurz, bevor ich den Kuss erwiderte.
„Ich hab dich so vermisst“, sagte sie schnell und küsste mein Kinn, danach meinen Hals und schließlich nahm sie das Ohrläppchen zwischen ihre Zähne und zog leicht daran.
„Bella, du solltest dich anschnallen“, war mein Versuch meine Fassung zu bewahren und ihr nicht gleich die Kleider vom Leib zu reißen, denn ich wusste nicht, ob Sex gut für das Kind war.
„Scheiß auf das Anschnallen, ich will dich hier und jetzt und sofort“, keuchte sie und machte die Knöpfe meines Hemds auf. Ich schloss die Augen und versuchte an einen ruhigen Strand zu denken und die Finger meiner Frau auf meiner Brust zu vergessen. Zaghaft packte ich sie an den Schulter und drückte sie von mir weg.
„Hör mir zu. Nicht hier und nicht jetzt“, sagte ich vielleicht etwas zu schroffen, denn sofort stiegen ihr Tränen in die Augen und sie begann fürchterlich zu weinen.
„Ich weiß, dass dein Hormonhaushalt verrückt spielt, aber das ist nicht der richtige Ort.“ War mein nächster Versuch sie nun beruhigen. Ich zog sie zu mir und streichelte ihr über das Haar, küsste ihre Stirn und tat mein Bestes um sie zu trösten.
„Warum stößt du mich von dir. Ich dachte, dass wir alles in den letzten Tagen geklärt hatten, dass ich dir gesagt hatte, dass es mir leid tut. Nimmst du es mir immer noch übel? Willst du deshalb nicht mit mir schlafen?“, weinte sie und nun verwünschte ich die Schwangerschaft. Am liebsten wäre ich über sie hergefallen, aber ich wusste nicht, ob Sex gut war… Vielleicht sollte ich Dad anrufen, sinnierte ich. Ich legte meinen Daumen unter ihr Kinn und hob es hoch, sodass sie mich ansehen musste.
„Bella, ich nehme es dir nicht mehr krumm, wie oft soll ich es dir noch sagen? Und ich stoße dich nicht von mir, nur machst du es mir ziemlich schwer nicht über dich herzufallen und ich möchte mit Sicherheit nicht hier in dem Auto mit dir schlafen, wenn unser Fahrer jede paar Sekunden einen Blick in den Rückspiegel wirft. Was würdest du davon halten, dass ich uns etwas koche, wenn wir zu Hause sind und wir uns danach einen Film ansehen?“ Die Tränen verebbten und sie sah mich nun strahlend an.
„Das wäre eine wunderbare Idee!“ Und schon wieder landeten ihre Lippen auf meinen und dieses Mal fuhr sie mit ihren Händen durch mein Haar und krallte sich daran fest, während sie sich auf meine Beine setzte.
„Bella, aber dafür musst du dich auf deinen Platz setzen und dich anschnallen, denn es dauert noch etwas, bis wir zu Hause sind.“ Trotzig rutschte sie zum Fenster und schnallte sich an. Danach verschränkte sie ihre Arme vor der Brust und blickte finster aus dem Fenster. Gott, die Frau würde mich in den nächsten Wochen in den Wahnsinn treiben mit ihren Gefühlsumschwüngen!
Eine gute Viertelstunde später hielten wir vor unserem Haus und ich stieg mit Bella aus. Sobald ich neben ihr war, schlang ich einen Arm um ihre Taille und so gingen wir hinauf zu Haustür, wo zwei Männer des Secret Service standen, denn in den letzten Wochen war die Anzahl der Drohbriefe drastisch gestiegen und ich hatte beim Präsidenten um weitere Unterstützung ersucht, die er mir gewährt hatte. Die beiden Männer nickten mir zu und ich schloss die Tür auf. Bella bekam den Vortritt und automatisch sah ich auf ihren Po, der durch das Kleid zur Geltung gebracht wurde. Nachdem ich die Tür geschlossen hatte, drückte sie mich schon gegen die Wand und begann erneut mein Hemd aufzuknöpfen. Schnell nahm ich ihre Hände und sah sie an.
„Das Baby, ich kann nicht-“, begann ich, wurde aber von Bella unterbrochen, „Ernsthaft? Etwas Sex hat noch keinem Baby geschadet, außerdem wenn ich glücklich bin, dann ist das Baby auch glücklich und damit machst du uns glücklich.“ Mit diesem Satz wurde mir der ganze Wind aus den Segeln meines Widerstandes genommen und ich drehte uns um, sodass ich sie sanft gegen die Wand pressen konnte. Ihre Beine schlang sie automatisch um meine Hüfte und drückte ihr Becken gegen meines, wo meine Erektion den Stoff meiner Hose spannte. Unisono stöhnten wir auf.
„Schlaf mit mir, Edward“, hauchte sie und biss mich leicht in den Hals. Um Gottes Willen. So schnell ich konnte, trug ich sie in unser Schlafzimmer hinauf und begann sie stürmisch zu küssen.
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„Mmmmmm, das tut gut!“, meinte Bella, als ich mit meinen Fingerspitzen auf ihrem Rücken Kreise zog.
„Nicht aufhören!“ Der Protest kam sogleich, als ich damit aufhörte. Sobald ich wieder meiner Tätigkeit nachkam, begann sie zu schnurren und schmiegte sich noch enger an mich. Lächelnd blickte ich zu ihr hinab. Ihren Kopf hatte sie auf meine linke Schulter gelegt und ihr linkes Bein über meine Hüfte, sodass ich nicht aufstehen konnte.
„Kann ich dich als Masseur einstellen?“, fragte sie mich, als es ihr zu still wurde. In den letzten Tagen hatte ich herausgefunden, dass sie es nicht mochte, wenn niemand sprach. Den Grund, weshalb das so war, hatte ich noch nicht herausgefunden.
„Nein, tut mir leid, kannst du nicht.“
„Schade…Darf ich dich etwas fragen?“
„Sicher doch. Du kannst mich über alles ausfragen und ich werde dir eine ehrliche Antwort geben.“
„Denkst du, dass der Giftzwerg recht hat? Also damit, dass ich das alles nicht unter einen Hut bekomme und mir zu viel zumute, vor allem, da ich schwanger bin?“
„Ich denke, dass das die Zeit zeigen wird, aber ich bin der festen Überzeugung, dass du das schaffen wirst. Miranda steht dir zur Seite, falls du weitere Hilfe brauchst, ist Mum sicher auch für dich da und Tanya und Angela werden ebenfalls ihr Bestes geben, um dich zu unterstützen. Vielleicht wirst du im Laufe der nächsten Wochen und Monaten etwas kürzer treten müssen, was aber nicht heißt, dass du nicht arbeiten darfst. Es ist toll, wie du dich für alles einsetzt und dich um die Bereiche kümmerst, die wichtig sind und wo du als Vorbild fungieren kannst und mich in die schwierigeren Regionen schickst. Jedoch bin ich mir bei dem Sportprogramm nicht ganz so sicher…“ Bella hob ihren Kopf und sah mich fragend an. Vorsichtig strich ich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr, bevor ich fortfuhr.
„Nun ja, Sport in allen Ehren, aber wäre es nicht besser zuerst die Ernährung umzustellen. Den Menschen zu lernen, dass zu viele Kohlenhydrate und Fette schlecht sind und langsam mit Sport beginnen, wenn ein paar Kilos gepurzelt sind? Das war meine Überlegung.“
„Du meinst, ich sollte lieber den Leuten das Kochen beibringen als ihnen zeigen, dass Sport auch Spaß machen kann?“ Sie zog eine Augenbraue in die Höhe, was bei Bella bedeutete, dass sie mit meinem Vorschlag nicht einverstanden war. Der kleine Sturkopf.
„Nein, nur dass es vielleicht anfangs besser wäre zu zeigen, dass man schon mit der Umstellung der Ernährung – zum Beispiel die süßen Getränke weglassen – etliches erreichen kann.“
„Ah ja…“, meinte sie und löste ihre Umklammerung und legte sich neben mich ohne Hautkontakt zu haben. Die Decke zog sie hoch, dass mir der Anblick ihres nackten Körpers verwehrt blieb. Was hatte ich mir da schon wieder eingebrockt. Ich drehte mich auf die Seite, und stützte meinen Kopf mit einer Hand ab.
„Das hast du jetzt wieder falsch verstanden“, seufzte ich und wollte ihr über die Wange fahren, doch sie schlug meine Hand weg.
„Nein, ich hab nichts falsch verstanden. Unser Modell ist scheiße und gut ist es.“ Jetzt war sie eindeutig trotzig.
„Euer Plan ist nicht scheiße, nur würde ich in Erwägung ziehen zuerst über die ausgewogene Ernährung zu reden und dann etwas Sport machen. Zum Beispiel könnte man mit ein paar Familien in einer großen Küche ein Menü zubereiten, ihnen dabei zeigen, was gute Nahrungsmittel sind und was schlecht ist und danach etwas Sport machen beziehungsweise einen ausgedehnten Sparziergang. Es heißt ja nicht, dass man sofort mit einem zehn Kilometer Lauf beginnen muss, aber dafür öfters das Auto stehen lassen und kurze Wege einfach zu Fuß gehen, ist ein guter Start. “ Bella drehte ihren Kopf in meine Richtung und sah mich ein paar Sekunden an, als würde sie gerade alles überdenken.
„Und wie wäre es, wenn man in Schulen gehen würde und mit den Schülern und Eltern der Kinder einen großen Kochkurs macht?“
„Zu viele auf einmal, wenn dann nach Altersstufen gruppiert und auf freiwilliger Basis, beziehungsweise am Vormittag den Unterricht ausfallen lassen für eine Stufe und mit dieser dann das Essen für die ganze Schule kochen, sodass alle etwas davon haben. Dadurch lernen auch die Köche, wie sie gesünder Lebensmittel für die Kinder zubereiten.“ Seufzend sah sie nun auf die Raumdecke und fuhr sich durch ihr Haar.
„Ich weiß nicht so recht… Es ist so verzwickt.“
„Das ist verständlich, ihr müsst euch für eine Linie entscheiden.“ Bella setzte sich auf und lehnte sich gegen die Kopfstütze.
„Ah, das ist nur so… ich weiß auch nicht… beides ist gut… nur…“ Verzweifelt sah sie auf ihre Hände, die auf ihrem Bauch lagen. Lächelnd legte ich meinen Kopf auf ihre Beine und sah von unten hinauf zu ihr.
„Mach dir nicht so viele Gedanken, das wird schon. Ich weiß, dass du das schaffen wirst. Hab Vertrauen in dich selbst und glaub an dich, ich tue es.“ Liebevoll strich sie mir durch mein wirres Haar und lächelte mich traurig an.
„Wenigstens einer meint, dass ich das kann.“
„Nein, nicht nur ich, sondern Miranda, Esme, Tanya und viele andere sind der Meinung dass du das bewältigen wirst.“
„Ich weiß nicht…“ Schnell setzte ich mich auf, denn ihre Selbstzweifel mussten verschwinden. Denn nur aufgrund der Worte von dem kleinen Giftzwerg, sollte sie sich nicht kleiner machen als sie war.
„Bella, du bist eine starke selbstbewusste Frau, die Jane Seymour zeigen wird, dass sie mit ihren Aussagen auf dem Mars vielleicht Erfolg hat, aber hier nicht, denn wir stehen hinter dir. Und jetzt vergiss den Giftzwerg!“ Ein leises Kichern kam ihr über die Lippen. Endlich hatte ich sie zum Lachen gebracht.
„Danke“, sagte sie und küsste mich zärtlich.
„Kein Problem. Lass uns jetzt schlafen, morgen wartet auf uns ein langer Tag.“ Ich legte mich wieder auf den Rücken und zog Bella zu mir, die wieder ihren Kopf auf meiner Schulter platzierte und ihren Fuß um meine Hüfte schlang. Gähnend schloss ich meine Augen und war kurz davor einzuschlafen, als ich Bellas leise: „Edward“ hörte.
„Ja?“
„Vergiss morgen den Termin nicht.“
„Welchen?“
„Ultraschall“, stöhnte sie genervt und wollte sich von mir wegbewegen, doch ich hielt sie fest.
„Wie könnte ich den vergessen. Ich würde alles stehen und liegen lassen um unser Kind live zu sehen." Dabei legte ich meine freie Hand auf ihren Bauch und küsste sie anschließend.
„Das hoffe ich auch für dich.“ Mit einem Lächeln im Gesicht schlief ich ein.